Der Aufbruch

Wann gehen wir fort, dahin ins Unbekannte und hinein in die offenen Arme der Ferne.

Für mich war es am Dienstag soweit. Von Bremen nach Düsseldorf, von Düsseldorf nach Rom und von Rom nach Capena. Die anfänglichen 150 Minuten Zugfahrt kamen mir vor wie eine Ewigkeit, obwohl diese überschaubare Zeitspanne doch nur einen Wimpernschlag, verglichen mit meiner anstehenden Einsatzzeit von 11 Monaten, darstellt.

Die Scorpions mit ihrem Song „Wind Of Change“ beschallten meine Ohren und das Gefühl von „Es führt kein Weg mehr zurück!“ machte sich in mir breit. Nur noch das Ziehen der rot schimmernden Notbremse im Zug, was sicherlich etwas drastisch gewesen wäre, erschien mir als ein Ausweg. Wie bin ich zu dieser Entscheidung gekommen und was hat mich dazu getrieben. Fragen türmten sich in mir auf, aber gleichzeitig auch das Gefühl von Glück und Freude über diese Chance, die es wahrzunehmen gilt.

Nach einer Reisezeit von ca. 10 Stunden wurde ich dann abends vom Bahnhof „Monterotondo“ abgeholt und willkommen geheißen. Ich habe zwar nicht sonderlich viel von den sicherlich herzlichen Worten verstanden, allerdings konnte ich spüren, dass ich dort willkommen bin. Es gab Nudeln mit Tomatensoße, die mir meine Mitfreiwillige Maria übrig gelassen hat, gefolgt von einem sehr netten Gespräch.

Zum Ende meines Tage ließ ich mich auf meine Matratze fallen und glitt damit, wie im Fluge, ein in die Welt der Träume.

Buena notte.

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